Tropiocolotes steudneri
Herkunft und Beschreibung: Diese bis zu 6 Zentimeter lange Zwergwüstengecko bewohnen die Wüstengebiete südlich der Sahara. Die Färbung reicht von einem blassen Braunton bis hin zu tiefem Gelb, der Schwanz ist dunkel und heller gebändert. An sich wirken diese Tiere sehr zart, was nicht nur mit ihrer geringen Größe zu tun hat. Stimmungsabhängig können sich Farbe und Zeichnung ändern. Gegen Abend wird Tropiocolotes steudneri munter und verlässt sein Versteck.
Man findet nur wenig Literatur über diese Tiere. Sie sind jedoch sehr attraktive Terrarienpfleglinge. Sie werden etwa fünf Jahre alt - gute Pflege vorausgesetzt. Es handelt sich um Gruppentiere, die nicht einzeln gepflegt werden sollten. Streitereien kommen so gut wie gar nicht vor.
Terrarienhaltung: Für die Terrarienhaltung dieser kleinen Geckoart eignen sich mittelgroße Terrarien.
Für eine Gruppe von 1.4 Tieren (zwei Männchen, vier Weibchen) eignet sich ein Terrarium mit den Maßen 60 x 40 x 40 (Länge x Breite x Höhe) Zentimeter. Auch Männchen sind untereinander bedingt verträglich.
Eingerichtet wird das Becken mit verschiedenen Versteckplätzen und feinem Sand als Bodengrund. Steine, Schieferplatten, etwas Kork und Wüstengeäst vervollständigen die Einrichtung. Generell sollte für jedes Tier ein Versteckplatz zur Verfügung stehen.
Die Temperatur wird über die Beleuchtung gesteuert. Generell sollte das Temperaturgefälle bei 25 bis 28 Grad liegen. Punktuell benötigt Tropiocolotes steudneri jedoch auch einen Sonnenplatz mit rund um 40 bis 45 Grad. Nachts sinken die Temperaturen auf Zimmerwärme ab. Die Luftfeuchtigkeit ist bei diesen Wüstenbewohnern zu vernachlässigen. Das Terrarium wird alle zwei bis drei Tage ein wenig besprüht. Nässe darf dadurch jedoch nicht entstehen.
Zusätzlich kommt oben auf dem Terrarium noch eine UVA/UVB-Röhre über den Lüftungsschlitz. Auch wenn diese Tiere nachtaktiv sind, kann das UV-Licht auf keinen Fall schaden...
Gefüttert werden die Winzlinge sehr sparsam. Sie bekommen zwei Mal die Woche jeweils etwa drei Futtertiere je Gecko. Es eignen sich Mikroheimchen, Drosophila, frisch geschlüpfte Heuschrecken und Buffalos sowie sehr keine Mehlwürmer. Die Futtertiere werden zusätzlich mit einem gute Mineral- und Vitaminpräparat (zum Beispiel Korvinim ZVT) bestäubt. Außerdem steht den Tieren durchgängig ein Schälchen mit zerriebener Sephiaschale zur Verfügung, an dem sich vor allem die Weibchen bei Bedarf bedienen.
T.steudneri legen ein bis zwei Eier, wobei die Abstände zwischen den Gelegen mit nur etwa fünf Wochen sehr knapp sind. Die Eier werden entweder halb vergraben im feuchten Sand unter Verstecken oder auf Wurzeln abgelegt. Sie sollten nicht aus dem Becken entfernt werden, da sie sehr weichschalig sind, fast geleeartig. Sie härten erst mit der Zeit aus. Die Weibchen suchen sich automatisch geeignete Plätze aus. Auch nach dem Schlüpfen können die Zwerge bei den Adultis bleiben. Zur besseren Kontrolle können sie aber auch gruppenweise in separate Behälter überführt werden. Die Haltungsparameter gleichen denen der Adulti. Gefüttert werden die Babys mit kleinen Drosophila.
weitere Bilder ...